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Inmotion Puma M20 — ein vierbeiniger Outdoor-Roboter für Inspektion, Patrouille und Transport
Der Puma M20 ist ein mittelgroßer Laufroboter für Einsätze, in denen Räder und Ketten an Grenzen stoßen: unwegsames Gelände, enge Durchgänge, Treppen, Nässe. Mit 33 kg Eigengewicht und kompakten Maßen (0,82 × 0,43 × 0,57 m) lässt er sich von einer Person transportieren und vor Ort einsetzen. Im Folgenden die vier Punkte, die in der Praxis den Unterschied machen — und wo der Roboter sinnvoll eingesetzt wird.
Tragbar und kompakt — der Roboter kommt zum Einsatzort, nicht umgekehrt
Der Puma M20 ist klein genug, um in einem Rucksack verstaut und an den Einsatzort gebracht zu werden. Das ist kein kosmetisches Detail, sondern entscheidet darüber, ob ein Roboter überhaupt dort ankommt, wo er gebraucht wird — etwa auf einem entlegenen Anlagenteil, im oberen Stockwerk eines Gebäudes ohne Aufzug oder in einem Bereich, der nur zu Fuß erreichbar ist. Mit einer Breite von 43 cm passt er durch Engstellen ab etwa 50 cm. Dadurch erreicht er Schächte, Technikgänge und Durchgänge, die für radbasierte Plattformen zu schmal sind. Für Teams bedeutet das: ein einziger Roboter deckt mehrere Standorte ab, statt an einen festen Bereich gebunden zu sein.
Geländegängig bis 45° Steigung und 22 cm Stufenhöhe
Der M20 bewältigt Steigungen bis 45° und überwindet Stufen und Hindernisse bis 22 cm Höhe. Möglich macht das ein wechselbares Beinkonzept: Der Roboter schaltet zwischen zwei Konfigurationen um („vorderer Ellbogen / hinteres Knie" und „voller Ellbogen") und passt seine Geometrie an den Untergrund an. In der Praxis heißt das: Treppen, Schotter, Geröll, Bordsteine und unebene Industrieböden sind kein Abbruchkriterium. Im Einsatz bewegt er sich mit 3 m/s, technisch sind bis zu 5 m/s möglich (aus Sicherheitsgründen gedrosselt). Die Reichweite liegt bei rund 3 Stunden bzw. 15 km unbeladen und 2,5 Stunden bzw. 12 km mit Last. Bei einer Nutzlast von 12 kg lassen sich Sensorik, Messtechnik oder kleinere Transportgüter mitführen.
Routinekontrollen in Anlagen, an Rohrleitungen, Tanks oder Maschinen. Durch seine schmale Bauform und die Treppentauglichkeit erreicht er auch mehrstöckige oder beengte Anlagenteile, in denen feste Sensorik zu teuer und ein Mensch zu langsam wäre.
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Beratung anfragenIn Schadenslagen oder im Feld erreicht der Roboter Geländeabschnitte, die zu Fuß schwer oder gar nicht zugänglich sind, und liefert Bilddaten aus der Lage.
Wiederkehrende Kontrollgänge in großen Liegenschaften, Lagern oder auf Außenflächen — etwa zur Überwachung von Technikbereichen, Zählerständen oder Zugängen.
Autonome Patrouillen auf Werksgeländen, Logistikarealen oder Baustellen — auch nachts und bei schlechtem Wetter. Der Roboter fährt feste Routen ab, meldet Auffälligkeiten und entlastet das Sicherheitspersonal von Routinegängen.
Mit 12 kg Nutzlast lassen sich Werkzeuge, Proben oder Material über schwieriges Gelände bewegen — dort, wo Wagen nicht durchkommen.
IP66 und −20 °C bis 55 °C — gebaut für Dauerbetrieb im Freien
Mit Schutzart IP66 ist der Puma M20 staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt. Er arbeitet in einem Temperaturbereich von −20 °C bis 55 °C und damit auch unter Bedingungen, die viele Indoor-Roboter ausschließen: Außenpatrouillen bei Regen, staubige Industrieumgebungen, kalte Lagerhallen oder Sommerhitze auf dem Freigelände. Diese Robustheit ist die Voraussetzung dafür, dass der Roboter wiederkehrende Aufgaben zuverlässig übernimmt, statt bei jeder Wetteränderung zurück in die Halle zu müssen.
Autonome Navigation per Dual-LiDAR und SLAM — mit Hot-Swap für Langzeiteinsätze
Für die Orientierung nutzt der M20 zwei 48-Line-LiDAR-Sensoren, zwei Weitwinkelkameras mit Tiefenerfassung und SLAM-Kartierung. Damit navigiert er autonom durch zuvor erfasste Umgebungen, erkennt Hindernisse und findet seinen Weg auch dort, wo kein GPS verfügbar ist. Die Rechenbasis bildet ein 8-Core-64-bit-System mit 16 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicher; Schnittstellen für Gigabit Ethernet und USB 3.0 sowie ein externer Stromausgang (24 V / 72 V, max. 300 W) erlauben das Anbinden zusätzlicher Nutzlast. Hot-Swap-Akkus ermöglichen einen Akkuwechsel ohne Abschalten — in Verbindung mit optionalem Auto-Charging die Basis für kontinuierlichen Betrieb über lange Missionen. Hinweis: Erweiterte Hinderniserkennung und die 360°-Rundumsicht sind laut Hersteller per späterem OTA-Update vorgesehen, aktuell also noch nicht aktiv.
Wo der Puma M20 eingesetzt wird
Inspektion in Gefahrenzonen: Bereiche mit Gasrisiko, hoher Temperatur, schlechter Sicht oder Einsturzgefahr lassen sich begehen, ohne Personen zu gefährden. Der M20 trägt Mess- und Kameratechnik dorthin, wo ein Zutritt für Menschen nicht vertretbar ist
Der Puma M20 ersetzt keinen Spezialroboter für eine einzelne Aufgabe, sondern deckt als mobile, robuste Plattform ein breites Spektrum ab — überall dort, wo Mobilität im Gelände, Witterungsfestigkeit und einfacher Transport zusammenkommen müssen.
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